Vortrag

2F03: Evaluierung einer kontextsensitiven Hilfe für ein Unterstützungssystem

Inhalt

Durch Onlinehilfen, die aus diversen Programmen bekannt sind, wird versucht, die Bedienung eines Programms zu erleichtern und zu erklären. Am Beispiel eines Systems, das bei der Deutschen Marine zur Objektklassifizierung mittels elektrooptischer Sensoren genutzt wird, wurde eine solche Onlinehilfe entwickelt und evaluiert.
Das System selbst abstrahiert einen komplexen Bedienablauf durch eine ergonomisch optimierte Benutzungsoberfläche bereits in einzelne Bearbeitungsschritte. Aufbauend auf dem einfachen Bedienkonzept erhält der Anwender durch die Onlinehilfe zusätzliche Unterstützung, um ihn zu entlasten und seine Planungs-, Entscheidungs- und Handlungssicherheit zu erhöhen. Das Umfeld macht einen Einsatz des Systems in abgedunkelten Räumlichkeiten nötig. Dies führt zu einer erhöhten Bedeutung einer Onlinehilfe, denn eine Nutzung von papiergebundener Dokumentation wird durch diese Randbedingung erschwert.
Die Onlinehilfe erlaubt einen schnellen und komfortablen Zugriff auf sämtliche Hilfethemen, ohne dass ein Verlassen des Programms nötig ist. Hierdurch werden das System und seine Zustände ausführlich beschrieben und die notwendigen Bedienabläufe verbildlicht. Auf Wunsch erfolgt die Themenauswahl im Kontext des aktuellen Systemzustandes, so dass Informationen gezielt und passend zum derzeitigen Bearbeitungsschritt präsentiert werden.
Anhand von experimentellen Untersuchungen wurde die Hilfe geprüft, um Rückschlüsse auf Optimierungsmöglichkeiten zu erhalten. Insbesondere interessierten die Fragen, obdurch die Verwendung der Onlinehilfe die Einstiegsfreundlichkeit des Programms steigt und eine Klassifizierung schneller durchgeführt werden kann. Das Testverfahren ist an die europäische Norm EN ISO 9241 angelehnt und besteht aus einem Fragenkatalog und Ratingskalen.

Zielgruppe

Einführung, Fortgeschrittene

Referent

Andreas Thun, FGAN - FKIE