Vortrag

2C03: Der Diskless Shared Root Cluster – eine optimale Plattform für SAP

Inhalt

Der Diskless Shared Root Cluster ist eine einfach und beliebig ausbaufähige Cluster-Infrastruktur auf Linux Basis und steht für eine optimale Skalierbarkeit im laufenden Betrieb – eine ideale Voraussetzung für SAP.
Durch die Tatsache, dass Linux Systeme immer mehr Einzug in unternehmenskritische Bereiche finden, suchen überzeugte Cluster-Anhänger eine ebenbürtige Alternative für bewährte oder neue Systeme. Hier bietet der Diskless Shared Root Cluster ein optimales Fundament, um eine SAP Lösung mit maximaler Daten- und Applikationsverfügbarkeit aufzubauen.
Seit der Einführung von R/3 1993 wurde SAP konstant weiterentwickelt. Inzwischen ist es insbesondere durch zahlreiche Module für nahezu alle betriebswirtschaftlichen Anwendungsbereiche sehr komplex geworden. Ein Customizing oder ein Update erfordert daher eine sorgsame Planung. Hier kann der Diskless Shared Root Cluster seine Vorteile ausspielen. Um einen stabilen Betrieb zu gewährleisten, empfiehlt SAP die Einrichtung von Testumgebungen (z.B. Testing, Development, Quality Assurance, Preproductive und Productive). Da der Cluster beliebig aufgeteilt und erweitert werden kann, gelingt es einfach, einen neuen Produktionsabbilder für die Testphasen eines Updates einzurichten. Hierbei kann in wenigen Minuten von einem 16 Knoten Produktiv-Cluster ein identischer - außer der 1 Knoten limitierten Rechenleistung - TestCluster erstellt werden Verläuft die Integration planmäßig, können Snapshots erstellt und von den Test-Clustern bis zum Live System schrittweise übertragen werden.
Die Virtualisierungsmöglichkeiten und die konstante Trennung von Storage und Rechenleistung sind aber auch für das SAP Live System vorteilhaft. Beispielsweise für die Datenbank-, Applikations- und Präsentations-Server: Bei einem SAP System auf dem Diskless Shared Root Cluster ist es jederzeit möglich, die Aufgaben auf verschiedene Cluster-Knoten zu verteilen oder umzuverteilen. Bei steigenden Anforderungen kann so zuerst die Leistungsfähigkeit des bestehenden Clusters voll ausgeschöpft und bei Bedarf kostengünstig im laufenden Betrieb einfach erweitert werden. Im Gegensatz zu herkömmlichen Systemen können bei einem Diskless Shared Root Cluster die zur Verfügung stehenden Ressourcen jederzeit optimal eingesetzt werden. Dadurch werden die Gesamtkosten für das System auf ein Minimum gesenkt, es besteht ein hoher Investitionsschutz und das System kann mit dem Unternehmen mitwachsen.
Die Virtualisierung macht das System zudem hochverfügbar (bis zu 99,999%), da kritische Applikationen auf mehreren Knoten parallel laufen (active/active). Im Fehlerfall wird ein betroffener Knoten aus dem Cluster-Verbund automatisch ausgeschlossen, neu gestartet und erneut in den Cluster aufgenommen. Die Anwendung läuft in der Zwischenzeit auf den verbleibenden Knoten normal weiter, wodurch keine Leistungseinbußen für den SAP-User spürbar sind.
Der Diskless Shared Root Cluster basiert auf einer Enterprise Linux Plattform (Red Hat Enterprise Linux), die von SAP empfohlen wird. Somit ist sichergestellt, dass alle Hersteller-Zertifizierungen für Applikationen und Hardware gültig sind. Des Weiteren ist der Diskless Shared Root Cluster ein offenes System und unterliegt keiner Einschränkung in Bezug auf Server- oder Storage-Hardware.
Eine der weltweit größten SAP Cluster unter Linux wurde kürzlich durch ATIX implementiert. Es wurde eine Tru64 Cluster Infrastruktur durch einen Diskless Shared Root Cluster abgelöst. Nach Vorstellung der Hochverfügbarkeitslösung, wurde diese von SAP als geeignet bestätigt.

Zielgruppe

Technisch, Fortgeschrittene

Referent

Reiner Rottmann, ATIX - Gesellschaft für Informationstechnologie