Vortrag

2G02: Der Diskless Shared Root Cluster - eine Alternative für Tru64

Inhalt

Nach der Bekanntgabe des Herstellers Hewlett Packard, Tru64, eine Unix-Variante für Alpha-Prozessoren, abzukündigen suchen viele überzeugte Cluster-Anhänger nach einer neuen adäquaten Alternativlösung für den Tru64 Cluster.
Viele am Markt angebotene Ersatzlösungen können jedoch die gestellten Anforderungen der Tru64 Administratoren, wie hohe Verfügbarkeit durch eine entsprechende Cluster-Infrastruktur, vergleichbare Skalierbarkeit, das einfache Management und die gute Eignung für Datenbanken, wie Oracle nicht erfüllen.
Der Diskless Shared Root Cluster auf Linux Basis stellt hierbei eine Ausnahme dar. Bei einem Diskless Shared Root Cluster haben alle Server direkten Zugriff auf die Speichergeräte und können diese konkurrierend gleichermaßen beschreiben und lesen. Das Herzstück des Systems bildet das Red Hat Global File System (GFS). Das GFS verbindet Applikations-Server und ein angebundenes Speichernetzwerk (Storage Area Network - SAN) und ermöglicht parallele Filesystem-Zugriffe von allen Cluster-Knoten aus auf ein zentrales Speichersystem.
Die Besonderheit und das bisher einzigartige Konzept des von ATIX entwickelten com.oonics Diskless Shared Root Clusters besteht darin, dass die Cluster-Knoten vollständig ohne Festplatten auskommen und direkt vom SAN booten und auch die Systemdaten – wie bei Tru64 - teilen. Diese Konfiguration ist optimal skalierbar: neue Ressourcen in Form neuer Server-Hardware können nach dem “Plug & Play”-Prinzip einfach hinzugefügt werden, weil auch das Betriebssystem zentral auf dem Speichersystem installiert ist. Das Single System Image (SSI) ermöglicht ein einfaches Management und erleichtert unter anderem auch die Pflege des Betriebssystems enorm, weil pro Cluster nur eine Instanz des Betriebssystems zu aktualisieren ist.
Durch das Diskless Shared Root Konzept und von ATIX zusätzlich entwickelte Tools ist die Cluster-Architektur dem Tru64 Cluster sehr ähnlich, was zum Beispiel den Umgang mit Quorum und Votes angeht, so dass Tru64 Administratoren von ihrem schon angeeigneten Wissen Gebrauch machen und sich einfach in die Materie einarbeiten können.
Nicht erst seit dem Oracle Linux als strategische Plattform auserkoren hat, eignet sich der Diskless Shared Root Cluster hervorragend unter anderem für Oracle Datenbanken und steht in Hinsicht auf Performance und Skalierbarkeit Alternativen in nichts nach.
Ebenso wie der Tru64 Cluster ist auch der hochverfügbare Diskless Shared Root Cluster eine vom Hersteller vorgefertigte und zertifizierte Lösung. Durch die Kombination von Enterprise Hardware, Enterprise Applikationen und einem Enterprise Betriebssystem ist der Support durch die Hersteller gesichert.
Der Diskless Shared Root Cluster hat sich schon etliche Male in der Enterprise Umgebung bewährt: Es wurden schon einige Tru64 Cluster Infrastrukturen durch ihn abgelöst. Zu den zufriedenen Kunden gehört unter anderem die Universität München.

Zielgruppe

Technisch, Fortgeschrittene

Referent

Reiner Rottmann, ATIX - Gesellschaft für Informationstechnologie