Vortrag

2E02: Selftuning Database - Ein Traum oder Wirklichkeit?

Inhalt

Trotz aller Konsolidierungsbemühungen wächst die Anzahl der Systeme im Datacenter. Das betrifft auch die dort eingesetzten Datenbanken. Gleichzeitig bleibt die Anzahl der zuständigen Datenbankadministratoren eher stabil, zumindest steigt sie nicht. Die Administratoren müssen also immer mehr Systeme verwalten. Die Zeit, die ein Administrator für jedes einzelne System investieren kann, sinkt demnach ständig. Aus diesem Grund werden in diesen Systemen vermehrt Automatismen implementiert.
Des Weiteren ist eine stärkere Trennung von Anwendungsentwicklung und Datenbankadministration zu beobachten, die ein Tuning oft sehr erschwert. Jedes SQL-Tuning bringt bekanntlich mehr Verbesserungen als das Einstellen von Datenbankparametern. Mit den traditionellen Methoden des SQL-Tuning jedoch muss die Anwendung in Form der benutzten SQL-Kommandos verändert werden, und diese Änderung kann nur von der Anwendungsentwicklung durchgeführt werden. Bei eingekauften Anwendungen ist entsprechend der Anwendungshersteller gefordert - oftmals ein langwieriger Prozess.
Oracle hat mit der Version Oracle Database 10g ein neues SQL-Tuning Konzept eingeführt, welches in Oracle Database 11g konsequent weiterverfolgt wird: Das SQL-Tuning findet ohne Änderung am SQL-Kommando statt und kann nun vom Datenbankbetrieb durchgeführt werden. Statt langwieriger Diskussionen reduziert sich die Durchführungszeit nun auf wenige Minuten. Dazu werden SQL-Profile eingesetzt.
Sind in Oracle Database 10g diese SQL-Profile noch per Hand zu erstellen und zu aktivieren, kann man dieses in Oracle Database 11g vollständig automatisieren - die Datenbank optimiert sich ständig selbst. Der Traum von der "Selftuning Database" wird Wirklichkeit.

Zielgruppe

Technisch, Anfänger

Referent

Ralf Durben, ORACLE Deutschland GmbH